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Josko - Fenster und Tueren
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Beschlagen der Fenster & Tauwasserbildung

Tauwasserbildung ist ein physikalischer Effekt, der durch die Eigenschaften von Luft und Wasser in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur hervorgerufen wird. Warme Luft kann eine hohe Menge an Feuchtigkeit, kalte Luft kann eine geringe Menge an Feuchtigkeit binden. Man spricht daher auch von der relativen Luftfeuchtigkeit und gibt damit an, wie stark die betreffende Luft mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Diese Luftfeuchtigkeit ist deshalb relativ (das heißt: abhängig) weil sie eben, wie schon erwähnt, von der Temperatur der Luft abhängig ist. Wenn warme Luft abkühlt, verliert sie mehr und mehr die Fähigkeit Feuchtigkeit zu binden, die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Bei weiter sinkender Lufttemperatur kommt der Punkt, an dem die Luft die in ihr enthaltene Feuchtigkeit nicht mehr binden kann, die relative Luftfeuchtigkeit steigt auf 100%, der Taupunkt ist erreicht, die überschüssige Feuchtigkeit setzt sich (wie Tau) an den kältesten Punkten ab.

Bei außenseitiger Scheibenoberfläche von Isolierverglasungen

Aufgrund der genannten physikalischen Naturgesetze kommt es unter folgenden Bedingungen vor allem bei 3-fach-verglasten Fenstern zur Tauwasserbildung auf der außenseitigen Scheibenoberfläche:

  1. Besonders im Frühling und im Herbst erfolgt über Nacht eine starke Abkühlung der Außenluft. Durch die gute Wärmedämmung der neuesten Isolierglasgeneration gelangt kaum Wärme aus der Raumseite zur äußeren Isolierglasscheibe, wodurch diese über Nacht ebenfalls stark abkühlt.
  2. Wenn sich am Morgen die Außenluft wieder erwärmt und von der Umgebung Feuchtigkeit aufnimmt, die äußere Isolierglasscheibe jedoch noch kalt ist (besonders wenn sie keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist), tritt der sogenannte „Bierflascheneffekt“ auf: die wärmere Außenluft kühlt an der kälteren Scheibenaußenoberfläche ab und gibt dabei überschüssige Feuchtigkeit als Tauwasser ab. („Bierflascheneffekt“ deshalb weil dieser Effekt auch beim Herausnehmen einer kalten Bierflasche aus dem Kühlschrank zu beobachten ist.)
  3. Mit der Zeit erwärmt sich auch die Außenscheibe, der Tauwasserbeschlag verschwindet.
Durch die Verbesserung des Wärmedämmwertes der Verglasung gelangt weniger Wärme von innen nach außen, die äußere Scheibe wird kaum mehr „beheizt“, wodurch die Voraussetzungen für diese Tauwasserbildung geschaffen werden. Die Tauwasserbildung an der Außenseite des Isolierglaselementes ist somit ein Zeichen guter Wärmedämmung. Werden Isolierglasscheiben mit weiter verbesserten k-Werten eingebaut, wird sich die Tauwasserbildung an der außenseitigen Scheibenoberfläche noch weiter verstärken.
Die einzig wirksame Alternative zur Verringerung dieses Effektes wäre die Verwendung von Isoliergläsern mit schlechterer Wärmedämmung. Da dies jedoch im Zeichen hoher Energiekosten und steigender Abgasbelastung der Luft eine ungeeignete Alternative darstellt, bleibt uns nur, diese kurzfristige Beeinträchtigung der Durchsicht in der Übergangszeit in Kauf zu nehmen.

Bei raumseitiger Scheibenoberfläche von Isolierverglasungen

Aufgrund der genannten physikalischen Naturgesetze kommt es vor allem bei 2-fach-verglasten Fenstern unter folgenden Bedingungen zur Tauwasserbildung auf der raumseitigen Scheibenoberfläche:

  1. Warmluft kühlt plötzlich an der kälteren Scheibeninnenoberfläche ab, kann daher weniger Feuchtigkeit binden, Tauwasser wird abgegeben und setzt sich ab.
  2. Relativ kalte Luft wird mit Feuchtigkeit angereichert. Dies tritt besonders häufig in Küchen, Naßräumen und Schlafzimmern auf. In diesen Bereichen kommt es innerhalb kurzer Zeit zu dem lästigen Beschlag, weil die zugeführte Feuchtigkeit von der kalten Raumluft nicht gebunden werden kann und sich daher als Tauwasser absetzt. Je höher die Luftfeuchtigkeit, um so höher auch die Temperatur, bei der die Kondenswasserbildung bereits beginnt.

Obwohl in den letzten Jahren der Wärmedämmwert der Verglasungen erheblich verbessert werden konnte, haben sich die Beschwerden von Kunden über Tauwasserbildung an der raumseitigen Scheibenoberfläche im selben Zeitraum erhöht.

Die Gründe dafür sind:

  • Steigende Energiekosten haben zu einer Verbesserung der Wärmedämmung an den Außenwänden geführt. Dadurch ist weniger Heizen erforderlich, womit auch die Konvektion der Luft und damit der Transport warmer Luft zur Glasfläche hin verringert wird.
  • Steigende Energiekosten und die steigende Berufstätigkeit beider Ehepartner haben auch dazu geführt, dass weniger lang und weniger oft gelüftet wird und damit feuchte Raumluft gegen trockene Außenluft getauscht wird.
  • Moderne dichte Fenster verhindern ein kontinuierliches, unbeabsichtigtes „Dauerlüften“.

Untersuchungen der Glasindustrie zeigen, dass unabhängig von Rahmenmaterial und Konstruktion bei einer Raumtemperatur von 20°C, und einer Raumluftfeuchtigkeit von 50% (jeweils in Glasnähe gemessen) bei einer Außentemperatur von ca. –4°C, Kondenswasser am Scheibenrand auftritt. Die Luftfeuchtigkeit im Haus wird beim Kochen, Baden, Duschen oder Bügeln stark erhöht. Selbst beim Schlaf gibt der Mensch Feuchtigkeit ab. Es geht also darum, die relative Luftfeuchtigkeit in Fensternähe auf zumindest 50% abzusenken. 

Dazu gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Der Raumluft weniger Feuchtigkeit zuführen: Kurzfristig freigesetzte große Wasserdampfmengen (Duschen, Kochen) sofort nach außen ableiten und nicht durch geöffnete Türen in der gesamten Wohnung verteilen.
  2. Mehr Feuchtigkeit abführen: Mehrmals täglich völliger Luftaustausch in allen Räumen durch 5-10 Minuten langes Durchlüften (Stoßlüften)
  3. Bessere Luftzirkulation in der Fensternische: Warmluftzirkulation zur Glasscheibe hin ermöglichen (Küchenarbeitsplatten, Heizkörperabdeckungen, Vorhänge, Blumentöpfe, etc. behindern die Luftzirkulation).

Beachten Sie, dass nicht wir als Fensterlieferant, sondern nur Sie als Konsument Ihr Wohnklima beeinflussen und damit eine Verbesserung der Kondenswasserbildung an der Raumseite herbeiführen können!

Dies bestätigt unter anderem die ÖNORM 8110-2 Wärmeschutz im Hochbau – Wasserdampfdiffusion und Kondensationsschutz, in der es heißt:
Für Fenster und Fenstertüren ist die Anforderung gemäß Formel (4) (Kondenswasserfreiheit) bei Verglasung und Rahmen mit üblichen Konstruktionen nicht erfüllbar;...“

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